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Glühbirnen-Verschwörung
Es wird allgemein angenommen, dass die Glühbirnenhersteller bereits Glühbirnen herstellen können, die eine fast unbegrenzte Lebensdauer besitzen. Um die eigene Industrie nicht zu gefährden, haben die Hersteller beschlossen diese Erfindung nicht zu vermarkten, sondern lieber die Existenz eines solchen Produktes zu leugnen. Großen Einfluss auf die Entwicklung oder besser gesagt auf die Unterdrückung von fortgeschrittenen Technologien soll das Glühlampenkartell gehabt haben.

Glühbirnen-VerschwörungThomas A. Edison

Das Glühlampenkartell

Es gab wirklich ein internationales "Glühlampenkartell", auch Phoebus Kartell genannt, das am 23.12.1924 gegründet wurde. Die Glühlampenhersteller International General Electric (USA), Osram/Siemens (Deutschland), Tungsram (Ungarn), Compagnie des Lampes, GE Overseas Group und Associated Electrical Industries (Großbritannien) steuerten die Entwicklungen dieses Industriezweiges. Die Ziele des neuen Kartells waren es, eine gemeinsame Entwicklung durchzuführen, die Zusammenarbeit der Kartellmitglieder sicherzustellen, den Qualitätsstandard zu halten, bessere Ausnutzung der Fabrikationsmöglichkeiten für die Lampenherstellung, Steigerung der Wirtschaftlichkeit von Glühlampen und deren internationaler Absatz. Eine der ersten Absprachen des Kartells war, dass eine Glühlampe nur eine Lebensdauer von 1.000 Stunden aufweisen sollte (Absprache nach dem 2. Weltkrieg). Deswegen musste die Lebensdauer von Glühlampen in einigen Ländern drastisch reduziert werden, um die neuen Kartellanforderungen zu erfüllen. Zeitgleich wurden die Preise der Glühlampen erhöht, da keine Konkurrenz auf dem Markt vorhanden war, die bessere Produkte hätte liefern können. Andere Länder, die nicht dem Kartell angeschlossen waren, haben ihre eigenen Standards entwickelt. So gab es schon z.B. in der Sowjetunion und in Ungarn Glühbirnen, die eine Lebensdauer von 5.000 Stunden hatten.

Die Super Glühbirne von Dieter Binninger

Dieter Binninger entwickelte eine Glühlampe, die weit mehr als 150.000 Stunden hielt. Diese Erfindung brauchte fast 10 Jahre von der Idee bis zur Fertigstellung. Die Idee für die Super-Glühbirne ließ er sich patentieren und wollte die Glühbirne zusammen mit der DDR Firma Narva produzieren. Jedoch kam Binninger kurz nach Abgabe seines Angebotes bei einem Flugzeugabsturz mit seiner Privatmaschine ums Leben. Deswegen wurde diese Glühlampe nie produziert. Diese neue Glühlampe sollte aber eher die Monopolstellung auf dem Markt der Signalanlagen angreifen. Die Monopolstellung der normalen Haushaltsglühlampe war nie in Gefahr. Die Binninger Glühbirne verbraucht nämlich 50 % mehr Strom als eine herkömmliche Glühlampe und würde so auf die Dauer gerechnet mehr Kosten verursachen als die gewöhnlich kurzlebige Variante. Bei Glühlampen in Verkehranlagen z.B. würde es aber durchaus Sinn machen die Binninger Glühlampe, auch Ewigkeitsglühlampe genannt, einzusetzen, da diese Stellen schwer zu erreichen sind. Hier würden die zusätzlichen Stromkosten nicht ins Gewicht fallen.

 GlühbirnenGlühbirnen-Verschwörung

Fakten gegen eine Glühbirne mit superlanger Lebensdauer

  • Viele Kritiker bestreiten die Theorie der Ewigkeitsbirne für den Hausgebrauch, eine Glühbirne, die über eine extrem lange Lebensdauer verfügt. Diese technischen Aspekte sprechen gegen eine solche Erfindung:
  • Durch das ständige Verdampfen von Wolframatomen vom Glühfaden wird Material abgetragen, das früher oder später zum Reißen des Fadens führt.
  • Die Lebensdauer lässt sich durch mehrere Faktoren beeinflussen wie Dicke des Glühfadens oder die Größe des Glaskolbens. Leider führen Maßnahmen zur Erhöhung der Lebensdauer auch gleichzeitig zur Senkung der Lichtausbeute.

Fazit

Das Phoebus Kartell wurde aufgelöst, aber bis heute halten sich Gerüchte, das die internationalen Glühlampenhersteller Absprachen halten, um die technische Entwicklung absichtlich zu verzögern oder aufzuhalten.


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