| Projekt Tuskegee |
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Eine Regierung experimentiert an den eigenen Bürgern zur Erforschung einer
Krankheit. Das Ergebnis: Zahlreiche Tote und hunderte Erkrankte. Die Regierung
des betroffenen Landes vertuscht dieses Projekt über Jahrzehnte. Doch dann kam
die Wahrheit ans Licht!
Hört sich lächerlich an, oder? Dass eine Regierung die eigene Bevölkerung schädigt und tötet. Viele würden jetzt vielleicht an eine afrikanische Diktatur oder andere barbarische Länder denken. Verständlich. Doch was sagen Sie dazu, dass es sich dabei um die Vereinigten Staaten von Amerika handelt? Die Experimente begannen 1932 in Tuskegee, Alabama. Über 200 unschuldige schwarzafrikanische Familien wurden unfreiwillig zu Versuchsobjekten zur Erforschung der Krankheit Syphillis. Erst vor einigen Jahren kam die Wahrheit ans Licht und der damalige US-Präsident Bill Clinton entschuldigte sich in einer offiziellen Rede vor Ort bei den Überlebenden. Was sagen uns dieses und ähnliche Beispiele? Was sollen und müssen wir daraus
lernen? Dass Regierungen und andere Organisationen, die über etwas Macht und
Einflussvermögen verfügen, nicht selten das Vertrauen der Normalbürger
ausnutzen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Mit Hilfe der Massenmedien und
anderen Imageträgern ist es heutzutage ein Leichtes, Geschehnisse in ein ganz
bestimmtes Licht zu rücken, um die Meinungen der Massen oder gar ganze
Gesellschaftsmerkmale ganz nach deren Wünschen zu gestalten. Glauben Sie also
nicht immer alles blind, was Sie in der Zeitung lesen oder in den Nachrichten
hören. Auch andere Quellen und andere Sichtweisen in die Überlegungen mit ein zu
beziehen sowie eine gesunde kritische Weltanschauung sind die ersten Schritte
zur wirklichen Freiheit. Denn - Wissen ist Macht. |

















